Heute morgen erhielt ich einen Anruf von Beate Sand, der Frau von Wolfgang Sand, einem in Haimhausen tätigen, Münchener Holzbildhauer.
Vor vier Jahren hatte ich im Auftrag von Wolfgang Sand einen Katalogtext zu seinen Arbeiten verfasst, doch der dazugehörige Katalog ist nie erschienen. Nun bekam ich die Nachricht, dass der erste Band des Kataloges, der die Arbeiten des Künstlers von 1986 bis 2000 erfasst, endlich fertig geworden ist und dass der Künstler hofft, dass der Band der die Arbeiten von 2001 bis 2007 bis zum nächsten Sommer fertiggestellt werden kann.
Der Katalog erfasst Gesamt- und ausgewählte Einzelansichten von Skulpturen, die nunmehr eingelagert oder als Bruchstück im Atelier des Künstlers herumlungern. Manche scheinen sein Tun aus ihrem jeweiligen Winkel heimlich zu beobachten oder sind schlichtweg ganz weg, woanders, verkauft. Dem Künstler ist daran gelegen, mit dem Blick zurück, einen ersten Überblick über sein Schaffen zu ermöglichen.
Mehr über den Künstler Wolfgang Sand und seine Skulpturen erfahren sie auf seiner Homepage unter http://www.sand-art.info/
Hier eine Kostprobe aus meinem Text:
„…Hier geht’s nämlich um die Wurst, die heilige und die profane, um Wichtiges und Nichtiges, um Frauen, die in ihren Strümpfen, Stockings, stocklinkssteif versinken oder sich darin (b)rüsten.
Scheinheilige und Heiligenschein, die Narren mit und die Narren ohne Aktenkoffer: Wo bitte schön, wo soll denn hier der Unterschied sein? Vielleicht ist der Unterschied das einzige Problem?
Wolfgang Sands Skulpturen erzählen von menschlicher Ge– und Befangenheit. Geschichten, die bis ins Détail erzählt, das Lächerliche und Komische der „Versklavung–durch–allzuviel–Ernsthaftigkeit“ vorziehen. „